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Resilienz für Führungskräfte: Was ein Training bringt

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Kurz gesagt: Als Führungskraft landen die schwierigen Situationen bei dir, und dein Team schaut zu, wie du reagierst. Fehlende Resilienz erkennst du daran, dass du jedes Problem selbst löst, zuerst nach dem Warum fragst und Schmerz schnell wegredest. Ein Training verändert deine Reaktion im Moment: Du akzeptierst, was feststeht, fragst „Was kann ich jetzt tun?“ und gibst Verantwortung Schritt für Schritt ab. Fang mit der Übung unten bei deiner nächsten Entscheidung an.

Resilienz für Führungskräfte: Warum sie hier anders wirkt

Resilienz für Führungskräfte heißt: Du bleibst handlungsfähig, obwohl die schwierigen Fälle bei dir landen. Jemand aus dem Team kündigt, eine Reklamation kommt rein, eine Zahl stimmt nicht. Irgendwer kommt damit zu dir. Und alle schauen, wie du reagierst.

Genau das macht den Unterschied zu anderen Rollen. Deine Reaktion bleibt nicht bei dir. Sie wird zur Vorlage für dein Team.

Shila Driesch beschreibt Resilienz mit einem Bild aus dem Fitnessstudio: „Resilienz ist ein Muskel, der wächst.“ Wer am nächsten Tag Muskelkater hat, weiß, dass die Muskeln wachsen. Für sie gehört zu jeder Entwicklung „ein gewisser Schmerz dazu“. Das ist unbequem, weil schwierige Situationen nicht verschwinden. Aber du wirst an ihnen stärker, wenn du richtig mit ihnen umgehst.

Mentale Stärke ist kein Talent. Sie ist trainierbar. Wer das gezielt an eigenen Situationen üben will, findet bei Shila das persönliche 1:1-Training für Führungskräfte.

Woran du merkst, dass dir Resilienz fehlt

Fehlende Resilienz zeigt sich bei Führungskräften selten als großer Zusammenbruch. Sie zeigt sich in Gewohnheiten, die sich lange richtig anfühlen.

Du löst jedes Problem selbst. Shila erzählt dazu, wie es früher im eigenen Unternehmen lief: Wer ein Problem hatte, ging damit direkt zur Geschäftsführung und legte es dort auf den Tisch. Gelöst wurde es jedes Mal, und zwar gut. Ihr Fazit: Stark geworden ist dadurch die Geschäftsführung, nicht das Team. Für dich heißt das: Je mehr Probleme du übernimmst, desto mehr trägst du. Und desto weniger lernt dein Team.

Du fragst zuerst nach dem Warum. Warum passiert das gerade jetzt? Wer hat das verbockt? „Es geht so viel Energie verloren, indem wir uns fragen, warum die Situation jetzt gerade so ist, wie sie ist“, sagt Shila. Diese Energie fehlt dir dann für die nächste Entscheidung.

Du klebst schnell ein Pflaster drauf. „Ist nicht so schlimm, ist alles gut.“ Solche Sätze beruhigen, bei dir und bei anderen. Shila rät davon ab, direkt ein Pflaster auf die Wunde zu kleben. Wer den Schmerz sofort wegredet, nimmt sich die Chance, daran zu wachsen.

Du sprichst nur noch über Probleme und Fehler. Achte einmal eine Woche lang auf deine eigenen Worte. Shila unterscheidet bewusst: Ein Problem klingt nach Feststecken. Eine Herausforderung klingt nach einem Prozess, nach dem du jemand anderes bist als vorher. Einen Fehler nennt sie lieber Feedback: „Feedback ist, ich bekomme eine Rückkopplung, damit ich mich weiterentwickeln kann.“

Stress ist für dich nur noch ein Feind. Auch hier lohnt ein genauer Blick. Shila unterscheidet zwei Arten: Eustress, der dich antreibt, und anhaltenden, chronischen Distress, der dem Immunsystem schaden kann. Druck gehört zur Führungsrolle. Entscheidend ist, ob er dich fordert oder dauerhaft auslaugt.

Was ein Resilienz-Training für Führungskräfte verändert

Ein Training verändert vor allem, wie du im Moment reagierst. Wissen über Resilienz hast du vermutlich schon. Die Lücke liegt in der Umsetzung, wenn der Druck da ist.

Du akzeptierst schneller, was feststeht

Akzeptanz hat kein gutes Image. Sie klingt nach Aufgeben. Shila meint etwas anderes: „Die Situation ist im Moment so, wie sie ist.“ Du bleibst nicht in Wut oder Enttäuschung hängen, sondern bekommst deine Gefühle wieder in den Griff. Direkt danach kommt der zweite Teil: Es ist, wie es ist. Aber es wird, was du daraus machst.

Du nimmst Verantwortung leichter

Das Wort Verantwortung klingt schwer. Shila zerlegt es: „Da steckt das Wort Antwort drin. Und sobald ich mir diese Frage stelle, erhalte ich sehr viele Antworten.“ Die Frage lautet: Was kann ich jetzt tun? Sie nennt diese Haltung „Entscheidung Eigenverantwortung“. Hat sie Streit mit jemandem oder passiert ihr etwas Schlechtes, sucht sie die Antwort bei sich statt die Schuld im Außen.

Für dich als Führungskraft verändert das den Blick auf schwierige Tage. Die Fragen lauten dann: Wie ist es dazu gekommen? Was war mein Anteil? Was kann ich jetzt verbessern?

Du trainierst durch Wiederholung

Resilienz wächst nicht durch einen einzigen Termin. Deshalb spricht Shila von Training und nicht von einem einmaligen Impuls: Neue Reaktionen brauchen Wiederholung, bis sie unter Druck von allein kommen.

Genau dort setzt das Business Mental Training an. Wenn du daran lieber allein mit Shila arbeitest statt in einer Gruppe, ist das 1:1-Format der passende Weg.

Übung: Vier Schritte vor deiner nächsten Entscheidung

Aus Gedanken zusammengestellt, die Shila in Vorträgen und Interviews beschreibt. Keine feste Methode aus ihrem Training.

Du brauchst dafür eine Entscheidung, die gerade auf dir lastet.

Schritt 1: Schreib auf, was feststeht. Nur die Fakten, ohne Bewertung. Zum Beispiel: „Zwei Leute aus dem Vertrieb haben gekündigt.“ Setz darunter den Satz: „Es ist, wie es ist.“

Schritt 2: Stell dir die Antwort-Frage. „Was kann ich jetzt tun, um die Situation zu verbessern?“ Schreib alles auf, was dir einfällt. Auch Kleines. Die Warum-Frage lässt du bewusst weg.

Schritt 3: Leg dir mehrere Wahlmöglichkeiten hin. Shila empfiehlt Führungskräften, sich von Mitarbeitenden drei Lösungen vorlegen zu lassen, denn „diese Wahlmöglichkeiten beflügeln das Gehirn“. Dasselbe kannst du für dich selbst tun. Wähle aus deiner Liste drei Wege aus und notiere zu jedem, was dafür und was dagegen spricht.

Schritt 4: Gib dir selbst eine Empfehlung und entscheide. Welchen Weg würdest du einer anderen Führungskraft raten? Nimm diesen. Wenn du mit der BestMe-Methode arbeitest, passt hier ihre Leitfrage: „Was würde meine beste Version jetzt tun?“

Mach die Übung nicht nur einmal. Wiederhole sie bei jeder Entscheidung, die dir schwerfällt, bis die Antwort-Frage schneller kommt als die Warum-Frage.

Vom eigenen Umgang zu starken Mitarbeitenden: drei Stufen

Deine eigene Resilienz ist die Grundlage. Was dein Team daraus macht, hängt davon ab, wie du Verantwortung abgibst. Auf einer Seminarbühne wurde Shila gefragt, wie jemand, der ein Unternehmen führt, die Resilienz der eigenen Führungskräfte steigern kann. Ihre Antwort beschreibt einen Weg in Stufen.

Stufe eins: das Wording. Kommt jemand mit „Ich habe ein Problem“, antwortest du: „Okay. Lass uns über die Lösung sprechen.“ Machst du das immer wieder, wissen die Leute irgendwann, dass du an der Lösung interessiert bist.

Stufe zwei: Lösungen mitbringen. Dein Team kommt nicht mehr mit dem Problem, sondern mit drei Wahlmöglichkeiten und einer Empfehlung. Die Entscheidung bleibt bei dir. Du kannst der Empfehlung folgen oder eine andere Option nehmen.

Stufe drei: Entscheidungen abgeben. Ist der Muskel stärker geworden, lässt du Mitarbeitende selbst entscheiden, etwa bis zu einem Betrag, den ihr vorher abschätzt. Und du trägst die Entscheidung mit. „Resilienz hat was mit Verantwortung zu tun“, sagt Shila, „und Verantwortung hat etwas auch mit Kompetenzen und Macht zu tun.“

Dazu gehört das Feedbackgespräch. Shila schlägt Fragen vor wie: „Was sind deine drei größten Erfolge der letzten Monate?“ und „Was sind deine Aha-Momente, deine Learnings?“ Oft zeigt sich dabei, dass gerade die gemeisterten Herausforderungen die größten Learnings waren. Danach gibst du Feedback mit Wertschätzung und Anerkennung, sagst konkret, was du dir wünschst, und schließt positiv ab.

Übungen für Rückschläge und Fehlerkultur im ganzen Team findest du im Artikel Teamresilienz: So stärkst du die Resilienz im Team.

Häufig gefragt

Warum ist Resilienz für Führungskräfte besonders wichtig?

Weil schwierige Situationen bei Führungskräften zusammenlaufen und ihre Reaktion zum Vorbild für das Team wird. Wer Probleme immer selbst löst, wird selbst stärker, das Team aber nicht.

Woran erkenne ich, dass mir als Führungskraft Resilienz fehlt?

Typische Anzeichen: Du übernimmst jedes Problem selbst, fragst zuerst nach dem Warum statt nach dem nächsten Schritt, redest Rückschläge schnell klein und erlebst Stress nur noch als Belastung.

Was bringt ein Resilienz-Training für Führungskräfte?

Es verändert deine Reaktion unter Druck. Du lernst, Situationen zu akzeptieren, wie sie sind, die Frage „Was kann ich jetzt tun?“ zur Gewohnheit zu machen und Verantwortung schrittweise an dein Team abzugeben.

Ist Resilienz-Coaching für Führungskräfte dasselbe wie ein Training?

Shila Driesch arbeitet bewusst mit Training statt Coaching: Die Wirkung entsteht durch Wiederholung an eigenen Situationen, nicht durch einen einzelnen Termin. Mentale Stärke ist kein Talent, sie ist trainierbar.

Kann ich Resilienz als Führungskraft allein trainieren?

Ja, mit kleinen Übungen im Alltag, etwa den vier Schritten vor einer Entscheidung aus diesem Artikel. Wer gezielt und begleitet an eigenen Situationen arbeiten will, kann das im persönlichen 1:1-Training mit Shila Driesch tun.